Psychomotorik
Was ist Psychomotorik?
Psychomotorik ist ein mehrdimensionales Konzept zur Entwicklungsförderung durch Bewegung und geht von der Grundannahme aus, dass eine harmonische Persönlichkeitsentwicklung erst durch vielseitige Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen geschaffen werden kann.
Der Mensch ist nur als Ganzheit vorstellbar. Denken und Fühlen, Handeln, Wahrnehmen und Sich-bewegen sind untrennbar miteinander ver-bunden und beeinflussen sich gegenseitig.
Bei Kindern ist diese Ganzheitlichkeit besonders stark ausgeprägt: Sie nehmen Sinneseindrücke mit dem ganzen Körper wahr, drücken ihre Gefühle in Bewegung aus, sie reagieren auf äußere Spannungen mit körperlichem Unwohlsein und ebenso können freudige Bewegungserlebnisse zu einer körperlich wie psychisch empfundenen Gelöstheit und Entspannung führen.
Ziele und Inhalte
Ziel der psychomotorischen Förderung ist es, das Kind entsprechend seines Entwicklungsstandes, seiner Interessen und Neigungen zu fördern. Angstfrei und ohne Druck kann es vielfältige Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen sammeln; es erlangt Erfolgserlebnisse und lernt, seine Fähigkeiten besser einzuschätzen.
Die Kleingruppenarbeit ermöglicht ein intensives Eingehen auf das Beziehungsgefüge und gruppendynamische Prozesse.
Die inhaltlichen Schwerpunkte orientieren sich am Entwicklungsgeschehen der Kinder. Sie betreffen beispielsweise Bereiche wie: Entwicklung der Körperkoordination, der Sensorik, der Raum-Zeit-Orientierung, der Auge-Hand-Koordination, des Körperschemas - bis hin zu den komplexen Handlungsanforderungen, die gleichzeitig mehrere dieser Bereiche kombinieren.
Damit die Therapeutin Aufschluss über den psychomotorischen Leistungs- und Verhaltensbereich des Kindes gewinnen kann, wird zunächst eine moto-diagnostische Untersuchung durchgeführt.
Psychomotorische Förderung findet in der Beratungsstelle für Kinder ab 3 Jahren in Kleingruppen (bis zu 4 Kindern) statt. 
Bei Bedarf werden Kinder auch einzeln oder in Kleinstgruppen betreut. Sollte eine Förderung notwendig sein, erfolgt diese einmal wöchentlich jeweils eine ganze Zeitstunde.
Die Gesamtdauer der Therapie ist abhängig von der Entwicklung, die das Kind durchläuft. |